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HSV-Fans beenden Pyro-Diskussion

Beim gestrigen Spiel gegen Fortuna Düsseldorf haben die Jungs von CFHH oder zumindest, die hinter deren Banner die Diskussion um Pyrotechnik beendet. Nach den Bildern von brennenden Bannern und Feuerwehreinsatz wird niemand mehr den Forderungen nach südamerikanischer Stimmung nachkommen. Zu gefährlich, ihr habt es ja gesehen. Die Ausrede, dass das ja HSV-Fans waren, zählt in diesem Fall nicht.

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Personae non gratae

Die Hamburger Polizei hat verfügt, dass zum nächsten Heimspiel des magischen FCs keine Gästefans aus Rostock anreisen dürfen.

Vereinsübergreifend finden das viele unrechtmäßig, obwohl zur Gefahrenabwehr so etwas vorgesehen ist. Kann man davon ausgehen wieder Zeuge Rostocker Aggressionen zu werden, kann die Polizei im Vorfeld bereits tätig werden. Über Details streiten sich derzeit die Gerichte. Wer das ändern will, muss politisch tätig werden.

Was aber sind die Alternativen zum Einreiseverbot?

Zu vermeiden ist neben Gewalt auch die Ungleichberechtigung von Einzelnen in einer Gruppe. Dazu kann man im Prinzip nur einzelne identifizieren. So sind sie Personen und kein x-tel einer Masse.

Muss man prophylaktisch identifizieren, weil der Gast immer noch Teil einer marodierenden Truppe ist oder erst bei ganz konkretem Vorwurf?

Innerhalb dieser Fragen bewegen sich die Grenzen der Behandlung von derzeit Rostockern, aber zukünftig auch anderen Vereinen.

Beginnen wir mit dem Vorab-Identifizieren.

#1 Personalausweis

Jeder Besucher bekommt nur eine Karte gegen Vorlage seines Personalausweises und die Anzahl der Stehplatzkarten sind entweder drastisch reduziert oder es gibt nur Sitzplätze. Einlass ebenfalls nur gegen Karte & Ausweis. So können Ordner den Überblick behalten und Täter identifizieren.

#2 nur Sitzplätze

Ohne Personalausweis, aber nur Sitzplätze gibt weniger Choreos, aber auch wenig Möglichkeiten zu zündeln.

Gibt es noch weitere Vorschläge zu diskutieren? Gerne in die Kommentare. Demnächst dann Teil 2: danach identifizieren.

Guck mal der DFB

Sein Schaffen (Wolfgang Niersbachs) zu beschreiben, zu analysieren und – wo es angebracht ist – zu kritisieren wird Teil meiner Arbeit sein. Packen wir’s an!

Diese Wort sind zitiert vom DFB-Watchblog. Gute Idee, den Herren mal auf die Finger und auf’s Maul zu schauen. Tut Jens Weinreich auch, auch international. Ob man aber wie beim Bildblog schlicht einsehen muss, das es nicht viel bewirkt?

Werbesendung Tatort

Ui, da brauchte der DFB aber noch mal Promotion vor der WM. Wohl nervös gewesen.

Eigentlich hätte doch dieser Hinweis “produziert mit Product Placement” eingeblendet gehört. Bei aller Liebe zu aktuellen Themen muss doch nicht die DFB-Garde durchs Bild laufen. Die verkaufen das Produkt WM und Zwanziger schauspielert sich durch ein schlechte Robert-Enke-Rede und diskreditiert eben den und mögliche kommende Trauerreden.

Für einen Werbespot war es aber ein schwaches Script und schwache Darsteller.

Geisterschwund: bestraftes Kollektiv wird kleiner

Der FC St. Pauli erhält eine Platzsperre für das erste Heimspiel der Saison 2011/2012. Er wird gezwungen dann 50 Kilometer entfernt von Hamburg zu spielen.

Die FAZ meldet weiter “St. Pauli nahm das Urteil ebenso wie der DFB-Kontrollausschuss an. Zudem darf der Verein „nicht mehr als 12.500 eigene Fans zulassen“, erklärte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz nach der mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale.”.

 

Ich bin für Kopenhagen, Barcelona oder Wembley.

Heynckes sieht Wettbewerbsverzerrung bei Geisterspiel

Neben fachlich-kompetenten Fürsprechern der Exekutive hat der FC auch respektierte Vertreter des Fussball-Betriebes auf seiner Seite.

“Dieses Strafmaß ist sehr, sehr extrem. Ich hätte mir gewünscht, diese Sperre in die nächste Saison zu verlegen und nicht jetzt den Wettbewerb zu verzerren”, sagte Heynckes nach dem 2:1 (0:0) seiner Mannschaft gegen den Kiezklub: “Es wäre es wert, über eine Verschiebung nachzudenken. Es war ja ein Einzeltäter.”

Der DFB hat sich in Person seines Richters für eine Spiel ohne Zuschauer entschieden. Wenn das in der nächsten Saison stattfände, wäre schon mal etwas erreicht. Ob es allerdings ein Spiel komplett ohne Zuschauer sein muss, dazu will auch der Verein diese Woche noch Stellung nehmen. Ich denke es muss nicht.

St.-Pauli-Spiel ohne Zuschauer?

Eine Geldstrafe ist schon vom grünen Tisch. Erstaunlicherweise geht es nur noch um ein Spieler ohne Zuschauer.

… Betroffen wäre das Heimspiel des FC St. Pauli, das nach einem rechtskräftigen Urteil des DFB-Sportgerichts folgen würde.

Der FC St. Pauli hat dem Antrag des DFB-Kontrollausschusses nicht zugestimmt. Morgen wird das DFB-Sportgericht im Einzelrichterverfahren über den Strafantrag des Kontrollausschusses entscheiden. …

Quelle: Dfb.de

Gerade im Zusammenhang mit Golfbälle, Drumsticks und Feuerwerkskörper, die auf den Platz fliegen interessant, ob es hier Gesetzmäßigkeiten oder zufällige Entscheidungen gibt. “Ein Exempel statuieren” ist im deutschen Rechtssystem jedenfalls nicht vorgesehen, auch wenn Strafe auch abschreckend und erzieherisch wirken sollen. Wie war das denn noch bei Hertha BSC?

Dazu der Verein

Der FC St. Pauli hat in seiner Begründung an den DFB angeregt, eine Strafe auszusprechen, die aber auch eine gewissen Präventivwirkung entfaltet. Diese könnte aus Sicht des Vereins wie folgt aussehen:
Verhängung einer angemessenen Geldstrafe, welche einem oder mehreren gemeinnützigen Projekten zukommen sollte, die sich mit naheliegenden Handlungsschwerpunkten beschäftigen, wie

  • Gewaltprävention im Fußballumfeld,
  • allgemeine Entwicklung des Schiedsrichterwesens im DFB
  • Unterstützung von Schiedsrichtern und deren Assistenten, die Opfer gewalttätiger Angriffe geworden sind (eine Art Täter/Opfer-Ausgleich)

„Wir stimmen dem Strafmaß nicht zu, weil es das legitime Recht eines Vereins ist, eine eigene Meinung vorzutragen und um eine geringere Strafe zu bitten. Wir hoffen auf Verständnis für unseren Standpunkt, denn kein Verein kann das Geschehene zu 100 Prozent verhindern.“

Gelackt: DFB-Seite zur WM



So weichgespült wie Interviews der neuen Kickergeneration, keine Fehler,
nichts fehlt. Also korrekt und schön. Geradezu edel. Aber doch nichts.

Fußball macht in Deutschland 80 Millionen Menschen gaga, Leute!
Da kann man schon mal ein wenig mehr Freude erwarten. Oder sind
wir jetzt alle Oliver Bierhoff?
View at EasyCaptures.com oder bei http://team.dfb.de/

DFB schnell, hat aber Persönlichkeitsspaltung

Als ich heute wissen wollte, wie das Stadion in Gelesenkirchen während Länderspielen heisst, wusste bei Twitter niemand was. Also hab ich dem DFB geschrieben, der mir innerhalb von 4 Minuten geantwortet hat. Zweimal. Allerdings mit unterschiedlichem Inhalt. Einmal sagt der DFB nämlich Veltins Arena und einmal sagt er WM-Arena in Gelsenkirchen zum Stadion (Siehe Bilder, Klick vergrößert)

In einer dritten Mail als Anwort auf erneute Nachfrage hab ich dann gelernt:

bei der WM hieß es nur WM-Arena Gelsenkirchen – da es eine FIFA-Veranstaltung war. Bei DFB-Spielen bleibt der Namen jetzt erhalten.