Keiner hin da.

Jekylla macht den Vorschlag, der mir auch schon durch den Kopf ging, für das Spiel gegen Rostock:

Was ich nicht verstehe, warum kann man nicht einfach vier Leute ins Ostseestadion schicken, die ein riesengroßes Transpararent in der Gästekurve aufstellen mit einem passenden Spruch und dann einfach wieder gehen?

Und ihm Forum finde ich mich auch wieder bei der Idee die Gäste-Regel, das nur Beschränkungen bekommt, wer sich nicht benehmen kann, zu erweitern, so dass Cottbusser Fans, sollten sie jemals wieder kommen, nur noch die Hälfte der verfügbaren Plätze zugeteilt bekommen. Bis 3.000 EUR können wir Mindereinnahmen vertragen, den das wird nach Schätzungen der Nebelspaß kosten.

21 Antworten zu “Keiner hin da.

  1. „Keiner hin da!“ kostet nichts, ist frei von DFB-Sanktionen durchführbar, schützt vor Verletzungen, setzt Zeichen, spart eine Menge Euronen, fällt mächtig auf und bietet Gesprächsstoff.

    Und warum wird das niemals funktionieren? Eben.

    Problem-Gästekartenkontingent reduzieren wird nicht durchführbar sein. DFB-Regeln. Aber Einlasserschwerung durch intensive Leibesvisitation wäre ein schönes Gimmick.

    „Gästefans sollten sich spätestens drei Stunden vor Anpfiff am Einlass einfinden. Eventuell verspäteten Einlass durch Intensivkontrollen bitten wir im Voraus zu entschuldigen, dies geschieht nur zu Ihrer Sicherheit.“

    Noch kein Zitronendrops dürfte da durchkommen.

  2. Du wirst einer der vier Personen sein, die dann anreisen?
    Schonmal daran gedacht, dass eine möglichst große Gruppe den besten Schutz für jeden einzelnen bietet? Und warum sollte ich mir von irgendwelchen Rostockern vorschreiben lassen, wann und wo ich das Team unterstützen darf und wo nicht, wo kommen wir denn da hin?!

    • Na klar – das ist die andere Seite der Medaille. Ich kann mir allerdings auch nicht aussuchen, wenn mir die Liga auf den Spielplan setzt.

      Nein, ich fahre da nicht hin. Ja, ich glaube das die Mannschaft das verstehen könnte.

      Und eigentlich habe ich auch mal gedacht: Wenn ich nicht in’s Stadion gehen, da tun es nur die von denen ich es nicht will. Aber das hat Grenzen. Und bei Rostock würde es ein erhebliches Zeichen setzen, wenn’s leer bliebe. „Diese Hälfte des Himmels könnt ihr haben.“

    • Ich lasse mir nicht von irgendwelchen Rostockern vorschreiben, wo ich hinfahre und wo nicht, das entscheide ich selber. Und ich entscheide selber, wem ich noch zusätzlich zum Ärger mein Geld in den Rachen schmeiße und das noch finanziell sanktioniere. 3.000xGästekarte und 3.000xGetränke weniger.
      Und ich fahre nicht zu einem Spiel, wo im Vordergrund steht, dass ich mich und andere schützen muss. Das ist bizarr.
      Mit anderen Worten: meine Meinung kann man mir ebensowenig vorschreiben wie ich irgendjemandem, hinzufahren oder auch nicht.
      Und so ist es in der Realität ja auch. Ich fahre nicht, Du fährst. So einfach.

    • P.S.; Und ja, ich könnte mir in der Tat vorstellen, eine der vier Personen zu sein, die anreisen, um das zu tun. Aber in diese Verlegenheit werde ich ja nicht kommen.

  3. Am besten gehen wir auch nicht mehr zu den Heimspielen, und schauen uns die Spiele nur noch im Fersehen an, alles andere ist viel zu gefährlich. Ausserdem kann man sich dann auch den ganzen Ordnungsdienst, Müllentsorgung und noch viel mehr sparen. Und die Fernseheinnahmen steigen dann bestimmt auch, weil ja nachweisbar mehr Leute zuschauen. Ausserdem haben die Anwohner dann endlich ihre Ruhe.

    • Kein Grund sarkastisch zu werden. Warum so erregt?

      • Weils grotesk ist, wenn einige sich abmühen, mit möglichst vielen Leuten nach Rostock zu fahren, damits für alle problemloser wird, und dann nen Blogartikel erscheint, der es nahelegt, doch die Leute, die so doof sind da hinzufahren in Stich zu lassen.

        • Und da darf man keine zwei Meinungen darüber haben? Oder die Diskussion anregen, dass es nicht wie immer werden soll?

          • Natürlich darf man. Aber man muß ja nicht gleich wieder ins alte Ost-Klischee verfallen, und ne Radioparty am Millerntor veranstalten wollen…

            • Wir diskutieren dass ja nur, weil die beiden Vereine um die es geht in ihre eigenen Klischees verfallen. Pro Radioparty.

            • Diese ganze Veranstaltung am Montag ist ein einziges Klischee und es wird dem wieder erfolgreich entsprochen.
              Ein Ausbruch aus der Regel wäre halt mal was anderes.

        • Und dass man nicht darüber sinnieren darf, dass es auch mal nicht wie immer werden müsste -und das wird es doch-, ist ebenso grotesk.

  4. (Hmmm. Kann man die Antworten nicht weiter als eine Ebene zum jeweiligen Post setzen?)

  5. sparschaeler

    ich kaufe aus prinzip keine einrittskarten für das ostsestadion. davon bezahlen die ihre ordnerschläger die mir dann auf die fresse hauen.

  6. Ich denke, dass es wichtig ist die eigene Mannschaft in der Ferne zu supporten. Aber ich denke auch, dass es noch wichtiger ist, mal ein Zeichen gegen Gewalt zu setzten. Wir reden ja nicht von Bielefeld oder Aalen sondern von Rostock. Speziell Rostock sollte eine St.Pauli No-Go Area werden. Jedem ist doch wohl klar, dass es dort zu Gewaltakten kommen wird. Wenn keiner hin geht, dann können die Bekloppten da sich gegenseitig verprügeln. Das hat nix mit Bevormundung oder Feigheit zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand. Und, ich will hier niemanden verurteilen, der zun diesem Spiel geht und Flagge zeigt aber ich unterstelle eine gewisse Gewaltbereitschaft. Bitte überzeugt mich, dass ich hier falsch liege.

    • Im vorletzten Satz bist Du paradox, aber ich denke, ich weiss, was Du meinst. Bin ja selbst kein Pazifist, aber ich wüsste nicht, wie man den Leuten Verstand reinprügeln sollte.

    • Eben. Ein Zeichen. Aber es gibt zu viele, denen es auf eine perfide Art Spass macht. Wenn man im Forum so liest, drängt sich einem zumindest des Öfteren der Eindruck auf. Und an dieser Stelle endet meine Glaube an die Möglichkeit, so eine Aktion zu stemmen.

      • Gut so. Und ja, Rostock ist ein Saisonhighlight.

        • Tja, für mich eher ein Lowlight, aber da sind wir eben komplett anderer Ansicht.

          Nur das einundachtzigseitenlange Geheule im Nachhinein, weil überraschenderweise alles wieder so Scheisse war, ist dann auch eher… skurril.