Hat Geld eine Heimat?

Die Bundesliga braucht Statler und Waldorf, besser bekannt als Hoeness und Rummenigge vom FC Bayern. Sie bringen immer wieder nötige Denkanstösse:

Wer einen Flitzer wie Arjen Robben ausleihe „und dann demoliert wieder in die Garage stellt“, müsse für den Schaden haften. (Rummenigge)

Hoeneß wiederholte auch kritische Töne in Richtung van Bommel. Ein Spieler müsse sich fragen, von wem er bezahlt werde, betonte der langjährige Manager.

Ja, steht das denn nicht in den Verträgen? Bei soviel Millionen solch ein Detail vergessen? Sakrament! Gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Der Verein genehmigt solche Ausflüge oder eben nicht. Wird den Sympathiewert von Spielern und Vereinen wohl aber nicht erhöhen, wenn man sagt, dass man doch lieber zuhause bleibt und nicht in der Nationalmannschaft spielt, weil man ja als millionenschwere Maschine keinen Ausfall risikieren kann.

Advertisements

2 Antworten zu “Hat Geld eine Heimat?

  1. Es gibt Leute, die behaupten das van Bommel schon seit dem Bremenspiel verletzt war und auch von den Bayern immer wieder fit gespritzt wurde. Sollte es stimmen, sieht die Sache dann ganz anders aus.

  2. Viele Spieler lassen sich in die Verträge eine Abstellpflicht des Vereines bei Nationalmanschaftseinsätzen hineinschreiben – je besser sie sind, umso eher können sie solche Klauseln auch durchsetzen. Als ob der FCB einen Robben oder Ribery wegen einer solchen Forderung ziehen lassen würde… Das gehört in der Regel dazu.

    Unabhängig davon: einen Einsatz allgemein kann der Verein auch so genehmigen, aber ob er dann tatsächlich erfolgt, das muß im gesundheitlichen Zweifeln tagesaktuell und vom Arzt vor Ort herausgefunden werden. Man kann kaum Vereinsärzte um die ganze Welt an jedem einzelnen Tag für jeden einzelnen Spieler schicken. Das ist Aufgabe der Nationalmannschaften – und damit auch deren Risiko.

    Der Verein bezahlt den Spieler, darf diesen daher auch einsetzen, wenn ein gewisses – aber eben nicht untragbares Risiko besteht. Anders sieht es bei den Nationalmannschaften aus, diese haben weder einen Vertrag mit dem Spieler, noch leiden sie unter den Ausfällen wie die Vereine, die den Spieler mitunter extrem kostspielig bezahlen müssen. Ich kann die Position des FCB gut nachvollziehen – ohne Einwilligung der Vereine sollten solche gesundheitlich riskanten Einsätze nicht erfolgen dürfen oder aber der nationale Verband müßte das Risiko versichern und im Falle des Eintretens bezahlen. Ausgenommen natürlich die normalen Verletzungsrisiken.

    Ein Spieler will natürlich immer spielen – hier ist es die Aufgabe der Verantwortlichen, ihn zu stoppen, wenn das ärztliche Urteil eben anders ausfällt. Aber es bleibt in meinen Augen trotzdem AUCH ein Fehler des jeweiligen Spielers, wenn er einen solch riskanten Einsatz mitmacht. Insofern dürfte der FCB nicht den vollen Betrag vom nationalen Verband bekommen können, der jeweilige Spieler könnte auch auf einem Teil sitzen bleiben.