St.-Pauli-Spiel ohne Zuschauer?

Eine Geldstrafe ist schon vom grünen Tisch. Erstaunlicherweise geht es nur noch um ein Spieler ohne Zuschauer.

… Betroffen wäre das Heimspiel des FC St. Pauli, das nach einem rechtskräftigen Urteil des DFB-Sportgerichts folgen würde.

Der FC St. Pauli hat dem Antrag des DFB-Kontrollausschusses nicht zugestimmt. Morgen wird das DFB-Sportgericht im Einzelrichterverfahren über den Strafantrag des Kontrollausschusses entscheiden. …

Quelle: Dfb.de

Gerade im Zusammenhang mit Golfbälle, Drumsticks und Feuerwerkskörper, die auf den Platz fliegen interessant, ob es hier Gesetzmäßigkeiten oder zufällige Entscheidungen gibt. „Ein Exempel statuieren“ ist im deutschen Rechtssystem jedenfalls nicht vorgesehen, auch wenn Strafe auch abschreckend und erzieherisch wirken sollen. Wie war das denn noch bei Hertha BSC?

Dazu der Verein

Der FC St. Pauli hat in seiner Begründung an den DFB angeregt, eine Strafe auszusprechen, die aber auch eine gewissen Präventivwirkung entfaltet. Diese könnte aus Sicht des Vereins wie folgt aussehen:
Verhängung einer angemessenen Geldstrafe, welche einem oder mehreren gemeinnützigen Projekten zukommen sollte, die sich mit naheliegenden Handlungsschwerpunkten beschäftigen, wie

  • Gewaltprävention im Fußballumfeld,
  • allgemeine Entwicklung des Schiedsrichterwesens im DFB
  • Unterstützung von Schiedsrichtern und deren Assistenten, die Opfer gewalttätiger Angriffe geworden sind (eine Art Täter/Opfer-Ausgleich)

„Wir stimmen dem Strafmaß nicht zu, weil es das legitime Recht eines Vereins ist, eine eigene Meinung vorzutragen und um eine geringere Strafe zu bitten. Wir hoffen auf Verständnis für unseren Standpunkt, denn kein Verein kann das Geschehene zu 100 Prozent verhindern.“

Advertisements

2 Antworten zu “St.-Pauli-Spiel ohne Zuschauer?

  1. Denke hier soll ein Ein Exempel statuiert werden. Sagen se ja selbst in ihrer Begründung auf dfb.de

    „Die Sanktion ist auch aus generalpräventiven Gesichtspunkten erforderlich und soll künftigen Rechtsverletzungen vorbeugen.“

    Maden.