Archiv der Kategorie: Hamburg

St.-Pauli-Spiel ohne Zuschauer?

Eine Geldstrafe ist schon vom grünen Tisch. Erstaunlicherweise geht es nur noch um ein Spieler ohne Zuschauer.

… Betroffen wäre das Heimspiel des FC St. Pauli, das nach einem rechtskräftigen Urteil des DFB-Sportgerichts folgen würde.

Der FC St. Pauli hat dem Antrag des DFB-Kontrollausschusses nicht zugestimmt. Morgen wird das DFB-Sportgericht im Einzelrichterverfahren über den Strafantrag des Kontrollausschusses entscheiden. …

Quelle: Dfb.de

Gerade im Zusammenhang mit Golfbälle, Drumsticks und Feuerwerkskörper, die auf den Platz fliegen interessant, ob es hier Gesetzmäßigkeiten oder zufällige Entscheidungen gibt. „Ein Exempel statuieren“ ist im deutschen Rechtssystem jedenfalls nicht vorgesehen, auch wenn Strafe auch abschreckend und erzieherisch wirken sollen. Wie war das denn noch bei Hertha BSC?

Dazu der Verein

Der FC St. Pauli hat in seiner Begründung an den DFB angeregt, eine Strafe auszusprechen, die aber auch eine gewissen Präventivwirkung entfaltet. Diese könnte aus Sicht des Vereins wie folgt aussehen:
Verhängung einer angemessenen Geldstrafe, welche einem oder mehreren gemeinnützigen Projekten zukommen sollte, die sich mit naheliegenden Handlungsschwerpunkten beschäftigen, wie

  • Gewaltprävention im Fußballumfeld,
  • allgemeine Entwicklung des Schiedsrichterwesens im DFB
  • Unterstützung von Schiedsrichtern und deren Assistenten, die Opfer gewalttätiger Angriffe geworden sind (eine Art Täter/Opfer-Ausgleich)

„Wir stimmen dem Strafmaß nicht zu, weil es das legitime Recht eines Vereins ist, eine eigene Meinung vorzutragen und um eine geringere Strafe zu bitten. Wir hoffen auf Verständnis für unseren Standpunkt, denn kein Verein kann das Geschehene zu 100 Prozent verhindern.“

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Hasta la victoria, Sankt Pauli

Alle Rechte vorbehalten von österreich_ungern

Flickr-Screenshot. Alle Rechte vorbehalten von österreich_ungern

Oenning: zur Fußballerfrisur noch die Herzblattfrisur

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Screenshot von Mopo Online.

Gutenberg: Jubel bei SPD und FDP, CDU geschockt

Gestern abend hatte ich eine kurze Vermutung, was hinter dieser Meldung mit diesem Bild von Dr. zu Guttenberg stecken könnte. Was meint Ihr? Auflösung nach dem Klick.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Neue Stadion-Hymne des HSV

Nach einem Vorstandsbeschluss des HSV bekommt der Verein eine neue Stadion-und Vereinshymne. Gesungen wird diese von Ina „mehr Hack“ Müller und Lotto-Totto-Rennquintett King Karl. Es ist eine Coverversion:
[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XsN5kZIsleo]

Nicht jedes derbe Spiel ist ein Derby

Wenn das Wort Derby fällt, dann denken viele an Kleinbonum, Babaorum, Laundaum oder Aquarium. Aber nur ein von unbeugsamen Anhängern bevölkerter Stadtteil hört nicht auf, dem Kommerz, der Intoleranz und Dummheit Widerstand zu leisten.

Und nur eine Stadt der Bundesliga biete ein echtes Derby. Wenn die in Lüdenscheid und Herne-West die jeweilige Spielstätte des Gegners schon verbotene Stadt nennen ist doch klar, dass man ausserhalb der eigenen Mauern spielt und nicht wie

1866 […], als in der mittelenglischen Stadt Nottingham erstmals die örtlichen Fußballclubs Forest und Notts County aufeinandertrafen. Die Keimzelle ihrer Rivalität ist eine geläufige bei Lokalduellen überall auf dem Planeten: Bürgerliche Oberschicht (Notts County) trifft auf proletarische Unterschicht (Forest),

Weil viele das nicht wissen und aus Tradition, werde ich hier in der Derby-Woche etwas für Aufklärung sorgen. Am Samstag ist dann Anpfiff und das Leben wird nicht leicht für die blau-weiss-schwarzen Legionäre, die als Besatzung in der befestigten Heckmeck-Arena dienen.

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Internetradio des FCSP gestartet

Neu, toll, FC ST. PAULI.FM

Werde ich mal reinhören, aber ein monothematisches Radio auf dessen Seite nicht mal von Übertragungen der Spiele gesprochen wirde, erstaunt mich. Sankt Pauli – NU fragt auch zurecht nach dem AFM-Radio, was ja eben das schon kann. Dazu jetzt Kochrezepte von Morena, Plattentipps von DJ Blondie und warum Viva con Aqua so gut ist? Abwarten, ich weiss. Höre ja schon rein, aber bleibe skeptisch.

Denn neben Werbeumfeld-Content wird hier viel spannender deutlich, was den Verein ausmacht, als die Anzahl der Business-Seats. Hier kann der FC über den Sport hinaus erlebbar sein. Das wäre aber mehr als meine Trackliste mit Eissfeldt und Fettem Brot und Gutmenschen-Infos. Wie kompatibel wäre das nämlich mit Margarine-Spots? Oder gibt’s die gar nicht? Let’s hear it – for the boys.

 

Update

Weitere Formate und Genres, wie beispielsweise Rap/HipHop, Spielerstunden, etc. das Angebot abrunden. Bei allem soll fcstpauli.fm aber auch als Plattform für Menschen aus St. Pauli dienen. Was bewegt das Viertel, woher kommt die Musik, wie lebt das Viertel? All dies macht fcstpauli.fm zu einem St. Pauli-spezifischen Medium.

Unangetastet von dem neuen Radioangebot bleibt das AFM-Webradio. Hier werden weiterhin Kommentator Wolf Schmidt und seine Crew in unnachahmlicher und kurzweiligen Art und Weise die Spiele der Bundesliga-Profis des FC St. Pauli kommentieren. Das AFM-Webradio kann dabei auch von fcstpauli.fm abgerufen werden.

Sukzessive wird nicht nur am redaktionellen Teil des Angebots, sondern auch an der technischen Umsetzung gefeilt. So wird in den nächsten Wochen auch eine entsprechende Applikation für mobile Endgeräte zur Verfügung stehen.

Dann höre ich mal in vier Wochen wieder rein.

Die Relevanz von Scheisse auf dem Fussweg

Der Shitstorm trägt seinen Namen wohl zurecht, denn meist trägt ihn mehr eine emotionale Welle, als eine durchdachte politische Philosophie. Wie ein Mischung aus fensterguckendem Rentner und pubertierendem Jungen kommt er in seiner Art und Weise oft daher. Eher Triebabbau als Kampagne.

Er ist die Radio-Kampagne – schnelle Bekanntheit günstig produziert. Aber selten wird der Shitstorm mit Substanz und Inhalt unterfüttert. Es bleibt also bei Scheisse schmeissen als Titel und Botschaft.

Und davor sollen Jack Wolfskin und Nestlé zittern? Die Sau die durch das Dorf gehetzt wird, ist heute hier, morgen da und von diesen beiden Fällen spricht auch schon kein Mensch mehr. Viele der Aufreger-Tweets sind auch nah an den paradoxen Kommentaren bei Online-Zeitungen, die darüber sprechen, dass man den kommentierten Artikel gerade nicht lesen will. Muss man ja nicht. Aber dann hat man ja nix zu aufregen und somit nix zu sagen.

Abgestimmt wurde früher an der Ladenkassen im Supermarkt: man kauft den Schokoriegel oder nicht. Heute wird bei Amazon abgestimmt: kaufe ich bei einer Firma, die ihren Kunden auch mal die Server sperrt?

Das kann man sich in Ruhe zwischen zwei Stürmen überlegen, denn das ist die wichtige Entscheidung. Bis dahin ereilen Social-Media-Aufreger das Schicksal von Radiospots, sie versenden sich im Hintergrund.

Erklärt mir nicht, wie ich zu lieben habe

Das bemerkenswerte beim FC Sankt Pauli ist nicht der Kult oder das berühmte etwas-anders-sein. Es ist die Mischung der Fans. Wie das eben ist in einer Metropole, die sich aus vielen Quellen speist. Und diese Anhänger haben mal mehr Schnittmenge im Leben und mal weniger im Fussballbezug und mal umgekehrt. Viele der Fans sind aktiv und es sind wohl genau die, die sich ihre Traditionen bewahren möchten. Zumindest nimmt man diese oft wahr. Oft als die, die in dieser modernen Welt im Stadion einen Hort vermuten, wo die Uhren anders, aber bestimmt nicht schnell laufen.

Der Verdacht liegt nahe, dass es diesselben sind, die im alten Stadion in der Gegengerade neben einem standen und Regionalfussball geguckt haben. Mit denen man Bier geteilt hat und sei es auf dem Hemd und der Jacke. Und doch ist da etwas dazwischen geraten.

Obwohl das Stadion zu gut wie allen Spielen der letzte Dekade voll war, erscheint nun mehr als sonst ein Fantyp, der verdächtig ist. Er ist verdächtig, keinen Stammbaum zu haben. Verdächtig, die alten Lieder nicht zu kennen. Er benimmt sich nicht uniform und manchmal ist auch sein Telefon zu neu. Er ist hier nicht hineingeboren, er hat diese Heimat gewählt.

Der ist nicht wie wir.

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Google Stadium View: Millerntor

Google testet sein Street View für DeutschlandHier gibt es eine schöne Ansicht vom magischen Millerntor.  Größere Kartenansicht (via)