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Weltfrieden statt Regenwetter auf Sankt Pauli

Im Umfeld des FCSP gibt es gerade eine komische Kampagne. Museum statt Polizeiwache im Stadion. Ist das jetzt das, was immer unter konstruktiver Kritik verstanden wird?
Ich verstehe nicht, wie man ein Forderung zu der es auch Absprachen gibt mit einem Wunsch nach Erinnerung verbinden kann. Zumal ein Museum nicht wirklich fehlt. Mit persönlich jedenfalls nicht. Da lese ich lieber die eine Geschichte nach und gucke mir die andere auf DVD an. Aber Trikots und Schuhe sind in einem Glaskasten auch nicht interessanter als ein Foto davon.

Personae non gratae

Die Hamburger Polizei hat verfügt, dass zum nächsten Heimspiel des magischen FCs keine Gästefans aus Rostock anreisen dürfen.

Vereinsübergreifend finden das viele unrechtmäßig, obwohl zur Gefahrenabwehr so etwas vorgesehen ist. Kann man davon ausgehen wieder Zeuge Rostocker Aggressionen zu werden, kann die Polizei im Vorfeld bereits tätig werden. Über Details streiten sich derzeit die Gerichte. Wer das ändern will, muss politisch tätig werden.

Was aber sind die Alternativen zum Einreiseverbot?

Zu vermeiden ist neben Gewalt auch die Ungleichberechtigung von Einzelnen in einer Gruppe. Dazu kann man im Prinzip nur einzelne identifizieren. So sind sie Personen und kein x-tel einer Masse.

Muss man prophylaktisch identifizieren, weil der Gast immer noch Teil einer marodierenden Truppe ist oder erst bei ganz konkretem Vorwurf?

Innerhalb dieser Fragen bewegen sich die Grenzen der Behandlung von derzeit Rostockern, aber zukünftig auch anderen Vereinen.

Beginnen wir mit dem Vorab-Identifizieren.

#1 Personalausweis

Jeder Besucher bekommt nur eine Karte gegen Vorlage seines Personalausweises und die Anzahl der Stehplatzkarten sind entweder drastisch reduziert oder es gibt nur Sitzplätze. Einlass ebenfalls nur gegen Karte & Ausweis. So können Ordner den Überblick behalten und Täter identifizieren.

#2 nur Sitzplätze

Ohne Personalausweis, aber nur Sitzplätze gibt weniger Choreos, aber auch wenig Möglichkeiten zu zündeln.

Gibt es noch weitere Vorschläge zu diskutieren? Gerne in die Kommentare. Demnächst dann Teil 2: danach identifizieren.

Warum der FC St. Pauli in der ersten Liga spielen muss

Regelmäßig kommt mir der Satz über die Lippen, dass wenn Mainz oder Freiburg in der ersten Liga spielen können, der FC Sankt Pauli das auch kann. Vergleichswert ist im Hinterkopf dann immer die Grösse der Stadt. Wenn man da erst mal anfängt, dann sieht man, wer alles erstklassig ist:

Stadt Einwohner

  • Mainz 200.000
  • Wolfsburg 120.000
  • Kaiserslautern 100.000
  • Sinsheim 35.000
  • Sankt Pauli 27.000
  • Ok, muss heißen

  • Hamburg 1.500.000
  • Ist das aber der richtige Wert? Was heißt denn Einwohnerzahl beim Fussball?

    Früher, als wir uns noch Blei in die Schuhe getan haben, hieß das potentielle Spieler und potentielle Zuschauer und somit Einnahmen. Heute sind Schuhe gelb-rosa und die Welt ist der Transfermarkt der Bundesliga. Und die Welt ist prinzipiell auch die maximale Zuschauerzahl. Die Einnahmen werden nicht mehr über Tickets erreicht (25% des Gesamtetats durchschnittlich) , sondern über TV. Vermarktung weltweit ist ebenfalls möglich und teilweise Praxis.

    Wenn also Fernsehgelder mehr als die Hälfte der Einnahmen ausmachen – warum muss Sankt Pauli dann in die erste Liga?
    Muss es ja deswegen gar nicht. Die Braun-weißen sind ja eher kritisch und die Teufel vom Betzenberg und die Narren aus Mainz geben auch schöne Bilder. Es hängt doch an der Stadt.

    Denn wenn es um guten Fussball geht, braucht man immer noch gute Spieler, gute Trainer und gutes Management. Finanziell sehe ich am Millerntor potentiell eben Chancengleichheit mit allen kleinen und großen Vereinen auch wenn man mal den Stadionnamen nicht vermietet. Also gleich viele Möglichkeiten außer dass die großen Vereine schon mehr Vermögen in Steinen und Beinen angehäuft haben. Woher dann das gute Personal bekommen, wenn nicht mit Geld?

    Weil es in der zweitgrößten Stadt Deutschlands wohnen und arbeiten könnte. Standortfaktor Lebensqualität. Ich singe jetzt nicht das Loblied auf die Hansestadt, die Melodie und mögliche Textzeilen kann sich jeder vorstellen. Denn nicht nur Größe ist entscheidend. Weltoffenheit, wohlhabende Stadt und gut gemischte Milieus sind Gründe hier zu arbeiten. Auch als Fußballprofi. Immer werden Menschen auf die Bohrinsel gehen und dort ein Vielfaches mehr verdienen als im Hamburger Hafen, aber wer will schon sein Leben auf der Bohrinsel verbringen?

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    Kurzmitteilung

    Der FC St. Pauli hat auf die schwere Schulterverletzung seines Stammtorhüter Philipp Tschauner reagiert und Philipp Heerwagen vom Zweitliga-Rivalen VfL Bochum ans Millerntor gelotst. Der 28-Jährige unterzeichnete bei den Hanseaten auf Leihbasis bis zum Rundenende. viaHeerwagen wechselt vom VfL ans … Weiterlesen

    Alles wird gut – auch mit der AGB des FCSP

    Der Aufenthalt im Stadion zum Zwecke der medialen Berichterstattung über die Veranstaltung (Fernsehen, Hörfunk, Internet, Print, Foto) ist nur mit Zustimmung des FC St. Pauli und in den für Medienvertreter besonders ausgewiesenen Bereichen zulässig. Davon ausgenommen ist das Recht, Bilder, Beiträge der Berichte in Medien ohne kommerziellen Charakter wie Fanclubseiten, Fanblogs oder Fanzines zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung von Bildern, Beiträgen oder  Berichten auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Google Plus, Twitpic, Flickr oder ähnlichem ist erlaubt, solange sie nicht zu kommerziellen Zwecken erfolgen.

    sagt der Verein in seinen AGB.

    Französisches Wort für Reiberei?

    Sehr schöne Bilder wie so oft bei @rim_light auf seiner Website.

    Man sieht auf Bild Nr. 4 auch warum es ein Vorteil ist bei den Bayern zu spielen oder Nationalspieler zu sein, da sind Linienrichter und Schiedsrichter mal großzügig.

    Screenshot von http://www.stefangroenveld.de

    Disclaimer: Nein, wir hätten nicht gewonnen, wenn Franck geflogen wäre. Aber nerven darf mich das schon.

    Geisterschwund: bestraftes Kollektiv wird kleiner

    Der FC St. Pauli erhält eine Platzsperre für das erste Heimspiel der Saison 2011/2012. Er wird gezwungen dann 50 Kilometer entfernt von Hamburg zu spielen.

    Die FAZ meldet weiter „St. Pauli nahm das Urteil ebenso wie der DFB-Kontrollausschuss an. Zudem darf der Verein „nicht mehr als 12.500 eigene Fans zulassen“, erklärte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz nach der mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale.“.

     

    Ich bin für Kopenhagen, Barcelona oder Wembley.

    Heynckes sieht Wettbewerbsverzerrung bei Geisterspiel

    Neben fachlich-kompetenten Fürsprechern der Exekutive hat der FC auch respektierte Vertreter des Fussball-Betriebes auf seiner Seite.

    „Dieses Strafmaß ist sehr, sehr extrem. Ich hätte mir gewünscht, diese Sperre in die nächste Saison zu verlegen und nicht jetzt den Wettbewerb zu verzerren“, sagte Heynckes nach dem 2:1 (0:0) seiner Mannschaft gegen den Kiezklub: „Es wäre es wert, über eine Verschiebung nachzudenken. Es war ja ein Einzeltäter.“

    Der DFB hat sich in Person seines Richters für eine Spiel ohne Zuschauer entschieden. Wenn das in der nächsten Saison stattfände, wäre schon mal etwas erreicht. Ob es allerdings ein Spiel komplett ohne Zuschauer sein muss, dazu will auch der Verein diese Woche noch Stellung nehmen. Ich denke es muss nicht.

    „Ich habe für diese Überreaktion keinerlei Verständnis. „

    Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hält das vom DFB-Kontrollausschuss geforderte Strafmaß für nicht gerechtfertigt. „Die Forderung nach einem Geisterspiel als Strafe nach dem Becherwurf auf einen Linienrichter ist unverhältnis- mäßig und völlig überzogen“, so der Hamburger BDK-Landesvorsitzende André Schulz.

    Quelle Abendblatt.