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Personae non gratae II: Wer wart Ihr?

Im vorherigen Artikel ging es darum, die falschen Gäste nicht reinzulassen. Verhindert werden kann das vielleicht durch Ausschluss oder massive Personenkontrolle mit persönlichen Tickets.

Nehmen wir mal an, der geneigte Fussballfan möchte das aus praktischen oder sonstigen Gründen nicht. Dann ist die Frage:

Was tun bei Randale im Stadion?

Bei Randale ausserhalb des Stadions stelle ich mir Verhaftungen und Strafen vor. Das ist eine neue Frage. Jetzt knallts aber im Stadion – was tun?

#1 Blocksturm durch die Ordnungsmacht

Gewalttäter festnehmen. Vermutlich ist es ganz schnell der ganze Block, weil man sich gegen die Polizei solidarisiert. Schwierig bleibt, die Täter durch die Eingänge in die Peterwagen zu bekommen.

#2 Filmen und verfolgen

Mehr fest installerte Kameras filmen und die Täter werden hinterher identifiziert. Funktioniert nur ohne Transparente hinter denen man sich verstecken könnte, aber nach altem Brauch haben die Besucher um die es geht am Millerntor eh keine Fahnen & Transparente dabei. Zugriff dann an den Personenvereinzelungsanlagen am Ausgang? Da muss man aber noch eine Spießrutenstrecke bauen. Platz ist ja. Oder es kommen die Gäste aus ihrem Block nur noch einzeln raus. Dann wird jeder gefilmte Täter abgeführt.

Wird es so kommen? Was meint Ihr?

Teil1: Was tun?

Teil3: So wird es kommen

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Warum der FC St. Pauli in der ersten Liga spielen muss

Regelmäßig kommt mir der Satz über die Lippen, dass wenn Mainz oder Freiburg in der ersten Liga spielen können, der FC Sankt Pauli das auch kann. Vergleichswert ist im Hinterkopf dann immer die Grösse der Stadt. Wenn man da erst mal anfängt, dann sieht man, wer alles erstklassig ist:

Stadt Einwohner

  • Mainz 200.000
  • Wolfsburg 120.000
  • Kaiserslautern 100.000
  • Sinsheim 35.000
  • Sankt Pauli 27.000
  • Ok, muss heißen

  • Hamburg 1.500.000
  • Ist das aber der richtige Wert? Was heißt denn Einwohnerzahl beim Fussball?

    Früher, als wir uns noch Blei in die Schuhe getan haben, hieß das potentielle Spieler und potentielle Zuschauer und somit Einnahmen. Heute sind Schuhe gelb-rosa und die Welt ist der Transfermarkt der Bundesliga. Und die Welt ist prinzipiell auch die maximale Zuschauerzahl. Die Einnahmen werden nicht mehr über Tickets erreicht (25% des Gesamtetats durchschnittlich) , sondern über TV. Vermarktung weltweit ist ebenfalls möglich und teilweise Praxis.

    Wenn also Fernsehgelder mehr als die Hälfte der Einnahmen ausmachen – warum muss Sankt Pauli dann in die erste Liga?
    Muss es ja deswegen gar nicht. Die Braun-weißen sind ja eher kritisch und die Teufel vom Betzenberg und die Narren aus Mainz geben auch schöne Bilder. Es hängt doch an der Stadt.

    Denn wenn es um guten Fussball geht, braucht man immer noch gute Spieler, gute Trainer und gutes Management. Finanziell sehe ich am Millerntor potentiell eben Chancengleichheit mit allen kleinen und großen Vereinen auch wenn man mal den Stadionnamen nicht vermietet. Also gleich viele Möglichkeiten außer dass die großen Vereine schon mehr Vermögen in Steinen und Beinen angehäuft haben. Woher dann das gute Personal bekommen, wenn nicht mit Geld?

    Weil es in der zweitgrößten Stadt Deutschlands wohnen und arbeiten könnte. Standortfaktor Lebensqualität. Ich singe jetzt nicht das Loblied auf die Hansestadt, die Melodie und mögliche Textzeilen kann sich jeder vorstellen. Denn nicht nur Größe ist entscheidend. Weltoffenheit, wohlhabende Stadt und gut gemischte Milieus sind Gründe hier zu arbeiten. Auch als Fußballprofi. Immer werden Menschen auf die Bohrinsel gehen und dort ein Vielfaches mehr verdienen als im Hamburger Hafen, aber wer will schon sein Leben auf der Bohrinsel verbringen?

    HSV, Du bist meine Frau

    Mozart, HSV

    Wenn wir gewinnen, hab ich Montag Urlaub.

    Die Leute gehen zum Fussball, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht seppherbergere ich gerne auch mal. Das gilt für diesen Sonntag, denn mit verbundenen Augen spielt unser Team ja auch nicht. Mehr Einschätzung findet Ihr hier bei Jeky, die dort den wunderbaren Satz schreibt den ich als Überschrift nutzen musste.

    Hamburger Meister

    Am Sonnabend geht es um drei Punkte. Vielen geht es um den Höhepunkt der Saison oder des Vereinslebens. Aufregung herrscht auf beiden Seiten, wobei die befürchtete Scham bei einer Niederlage die Rothosen wohl vor größere Probleme stellt, als ein Punktverlust des magischen FC die braun-weissen Fans mitnehmen würden.

    Ein Unentschieden will wohl keiner. Das fühlte sich nach dem Hinspiel komisch an. Begeistert von der Preisgestaltung des Herrn Hoffmann aus der Heckmeck-Arena sind auch nicht alle und so waren noch Karten erhältlich.

    Vielleicht kann der FC St. Pauli das Interesse von Chupo-Moting durch seinen Auftritt an der MVA wecken. Er wechselt ja nicht zum Karnevalsverein. Vielleicht feiert er mit uns den Derby-Sieg im nächsten Jahr. Schauen wir mal, was er zum Ergebnis am Wochenende sagt.

    Hinz-und-Kunzt-Tischfußballturnier

    Am Samstag, den 30.01. im Ballsaal des FC St. Pauli.

    Ein Team besteht aus 2 Spielern. Gestartet wird zunächst in Gruppen mit je 7 Teams, alle Teams innerhalb der Gruppe spielen gegeneinander. Somit kann keiner nach nur einem Spiel ausscheiden. Die besten Teams der Gruppen werden dann den Sieger in der Endrunde ermitteln.

    Jeder Mitspieler erhält eine Überraschung und für die Finalisten und Halbfinalisten gibt es super Preise.

    via Hinz&Kunzt Tischfußballturnier.

    Neu! Lokalteil des Hamburger Abendblattes jetzt lesefreundlich!

    Hier bei mobil.abendblatt. de einen Artikel auswählen. Dann mit dem installierten Readability lesefreundlich machen. Das Ergebnis sieht dann so aus.

    Abendblatt lesebar

    Drei Klicks statt Abo

    Update: Bei Carta hat man rausgefunden, dass nur die doofen technisch nicht versierten Leser zahlen sollen.

    F!xmmbr schlägt ein Firefox-Add-On vor mit dem der User als Google-Bot auftritt.

    Was soll in der Lokalpresse stehen?

    Das Abendblatt online schafft es, eine Information für die ein einfacher Link genügt hätte, so zu transkribieren, dass man sie nicht mehr versteht:

    Im Rahmen des Vorverkaufs für das Testspiel gegen den FC Schalke 04 am 10. Januar (14.30 Uhr) bietet der Verein ein Weihnachtsspecial an. „FC St. Pauli. Das Buch“, gibt es inklusive zweier Stehplatzkarten für 49,95 Euro (Sitzplatz 59,95 Euro).

    Quelle: Abendblatt.de

    Gucken wir auf den Seiten des FC Sankt Pauli lesen wir:

    Weihnachtsspecial
    Tickets in Kombination mit dem Jubiläumsbuch „FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel“ als Weihnachtsspecial sichern und so die Karten zu einem günstigeren Preis erwerben.
    Die Preise:
    – 1 Buch plus 2 Stehplatzkarten gibt es für 49,95 Euro.
    – 1 Buch plus 2 Sitzplatzkarten gibt es für 59,95 Euro.

    Aha. Kurz verglichen: Stehplätze gibt es ab 8,- Euro (5,- Euro ermäßigt), Sitzplätze ab 15,- Euro (10,- Euro ermäßigt). Das Buch kostet neu: EUR 39,95

    Bedeutet mit ein wenig Rechnen. Wer Buch und Karte kauft, erhält die Tickets zum ermäßigten Preis. Ist das vielleicht die Information für die ich eine Zeitung brauche? Für einen verwirrenden Text, der noch nicht mal eine Ankündigung und leider auch keine Werbung ist, jedenfalls nicht.